Ärztliche Leitung des Fachbereichs:
Chefarzt Dr. med. Guntmar Grübler
Facharzt für Orthopädie / Unfallchirurgie
Prof. Dr. med. habil. Hans-Willi Maria Breuer:
FA für Innere Medizin und Kardiologie
Dr. Rebekka Schubert
Psychologische Psychotherapeutin
Neurologische Mitbehandlung: PD Dr. med. habil. Lisa Klingelhöfer
Interdisziplinäre Rehabilitation nach COVID-19 - für Patient*innen der Berufsgenossenschaft
Auch wenn die akute Phase der Corona-Pandemie inzwischen länger zurückliegt, leiden noch immer viele Patientinnen und Patienten unter anhaltenden gesundheitlichen Folgen einer durchgemachten COVID-19-Infektion. Dazu gehören insbesondere ausgeprägte Erschöpfung, eingeschränkte körperliche Belastbarkeit, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Atembeschwerden, Schmerzen sowie psychische Belastungen. Beschwerden ab vier Wochen nach der Infektion werden als Long-Covid bezeichnet, ab der zwölften Woche spricht man vom Post-Covid-Syndrom.
In der Klinik am Tharandter Wald behandeln wir Patientinnen und Patienten mit Post-Covid und Long-Covid im Rahmen eines interdisziplinären stationären Rehabilitationskonzeptes. Ziel ist es, nach ausführlicher Anamnese und ergänzender Diagnostik die individuellen Schlüsselfaktoren der Beschwerden zu erkennen und daraus ein passgenaues Behandlungsprogramm abzuleiten.
Welche Krankheitsbilder werden hauptsächlich behandelt?
Post-Covid betrifft häufig mehrere Funktionsbereiche gleichzeitig. Deshalb erfolgt die Behandlung in unserer Klinik indikationsübergreifend und orientiert sich an der individuellen Symptomatik sowie den daraus resultierenden Einschränkungen im Alltag.
Indikationen zur Aufnahme
- Anhaltende Beschwerden nach COVID-19-Infektion
- Chronisches Fatigue-Syndrom beziehungsweise ausgeprägte Erschöpfung
- Kognitive Defizite, insbesondere Aufmerksamkeits- und Gedächtnisstörungen
- Kardiopulmonale Belastungseinschränkungen
- Angstzustände oder depressive Begleitsymptomatik
Voraussetzungen für die Rehabilitation sind eine ausreichende körperliche Belastbarkeit und Übungsstabilität, Verständnis der Programminhalte, Fähigkeit zur Autonomie und ausreichende Deutschkenntnisse auf mindestens B2-Niveau. Im Konzept ist die stationäre Behandlung in der Regel über vier Wochen angelegt, bei Bedarf mit der Möglichkeit einer Verlängerung.