Ein Einblick in das Physiotherapie-Praktikum mit dem Schwerpunkt Neurologie
Eine Erfahrung aus erster Hand
Gesundheitsberufe haben eines gemeinsam: Sie verbinden medizinisches Wissen mit Menschlichkeit, Teamarbeit und dem Ziel, Patient*innen auf ihrem Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben zu begleiten. Ob in der Physiotherapie, Ergotherapie, Pflege oder in anderen Bereichen – jede Berufsgruppe trägt ihren wichtigen Teil dazu bei, dass Rehabilitation gelingt.
Wir, die Klinik Am Tharandter Wald, bieten Auszubildenden die Möglichkeit, während eines Praktikums wertvolle Praxis-Erfahrungen in unseren vielseitigen Arbeitsfeldern zu sammeln. Hier geht es nicht nur um einen kurzen Einblick in den Beruf, sondern darum, das Gelernte aktiv anzuwenden, im Team mitzuwirken und gemeinsam mit unseren Patient*innen Fortschritte zu erleben.
Einen persönlichen Einblick gibt Gina, die sechs Wochen lang im Rahmen ihres Praktikums die Physiotherapie unserer Klinik kennengelernt hat.
Während ihres Praktikums wurde Gina von ihrer Mentorin Jacqueline Stärker begleitet. Besonders fasziniert hat sie dabei die Arbeit in der Neurologie:
„Alle Fachrichtungen – sei es Orthopädie, Chirurgie oder Neurologie – haben ihre eigenen Schwerpunkte und sind wichtig. Für mich persönlich war die Neurologie jedoch besonders spannend: Sie ist sehr vielseitig, man begegnet vielen unterschiedlichen Krankheitsbildern und hat zahlreiche Möglichkeiten, dazuzulernen und sich weiterzubilden.“
Auch ihre anfänglichen Bedenken konnte sie schnell ablegen: „Die ganze Zeit dachte ich, eine große Einrichtung mit einem großen Team wäre gar nicht so meins. Aber nun habe ich mich daran gewöhnt – und finde es sogar besser.“
6 Wochen Praktikum – Ginas persönlicher Rückblick
Was war für dich das Besondere im Praktikum in der Klinik Am Tharandter Wald?
„Das Praktikum hier war unglaublich vielseitig. Zwar hatte ich einen festen Plan, aber meine eigenen Wünsche wurden immer berücksichtigt – das hat mir gezeigt, wie sehr hier auf die Praktikantinnen eingegangen wird. Auch für meine schulischen Aufgaben blieb genug Zeit. Besonders schön fand ich, dass ich viel hospitieren durfte: zuzusehen, wie erfahrene Therapeutinnen arbeiten, mitzudenken und Fragen zu stellen. Natürlich ist es toll, selbst mit Patientinnen zu arbeiten – aber gerade das Beobachten und Lernen hat mir sehr geholfen, meinen Blick zu schärfen und mich fachlich weiterzuentwickeln.“
Was ist dir in einem Team besonders wichtig?
„Mir ist eine offene und wertschätzende Kommunikation wichtig. Es macht Freude, wenn alle im Team an einem Strang ziehen und das gleiche Ziel haben: für die Patient*innen das Beste zu erreichen. Dieses gemeinsame Miteinander, bei dem jeder Beitrag zählt, sorgt dafür, dass man echte Fortschritte erleben darf.“
Gab es einen besonderen Moment während deiner Zeit bei uns?
„Ja, und den werde ich so schnell nicht vergessen! Wir hatten einen Patienten, der seit vier Jahren im Rollstuhl saß. Nach mehreren Wassertherapie-Einheiten nach McMillan schlug meine Mentorin Frau Stärker vor: ‚Lass es uns einfach einmal versuchen.‘ Und tatsächlich – der Patient ist aufgestanden und die ersten Schritte alleine gelaufen. Wir alle waren überwältigt, weil niemand mit einem so großen Fortschritt gerechnet hatte. Für mich war das ein sehr emotionaler Moment, der zeigt, wie wertvoll unsere Arbeit sein kann.“
Was würdest du jemandem raten, der überlegt, eine Ausbildung zur Physiotherapeutin oder zum Physiotherapeuten zu machen?
„Zuerst sollte man sicher sein, dass man gerne mit Menschen arbeitet – mit all ihren unterschiedlichen Geschichten, Bedürfnissen und Herausforderungen. Man braucht Durchhaltevermögen, um den Lernstoff zu bewältigen, aber es lohnt sich. An einigen Schulen gibt es inzwischen sogar eine Ausbildungsvergütung, was den Einstieg erleichtert. Und man sollte offen dafür sein, immer wieder neue Teams kennenzulernen, da die Praktika in Blöcken stattfinden. Das ist manchmal herausfordernd, macht aber auch flexibel und bereichert unglaublich.“
Vielen Dank, liebe Gina, für dein Engagement und deine Offenheit während deiner Zeit bei uns. Deine Begeisterung und dein Blick von außen haben unser Team bereichert – wir wünschen dir auf deinem weiteren Ausbildungsweg alles Gute!